Montag, 4. August 2014

Relaisplatine zur Polarisierung

Um für polarisierte Weichen eine einheitliche, einbaufertige Schaltung zur Verfügung zu haben, entwarf ich diese Platine. Sie trägt ein bistabiles Relais und zwei Thermosicherungen. Durch die Polwendeschaltung können zwei Bereiche jeweils entgegengesetzt polarisiert werden.


Bei Doppelspulenantrieben wird das Relais einfach parallel geschaltet. Andernfalls ist ein wenig Anpassung nötig. Die Anwendungsfälle sind bei Zwei- und Dreileiterbahnen etwas unterschiedlich, die Schaltung ist aber bei beiden einheitlich.

Montag, 28. Juli 2014

Schneidvorlagen für die Gleiswendel

Letzte Woche habe ich zwar erläutert, wie meine Gleiswendel aufgebaut ist, nicht aber wie man die Schneidvorlagen der Pfeiler erstellt. Das hole ich hiermit nach.



Zunächst zeige ich die Tabellen, die zur Berechnung der Maße notwendig sind, und danach die Grundformen, aus denen ein Pfeiler zusammengesetzt ist.

Montag, 21. Juli 2014

Gleiswendel aus dem Lasercutter

Vom Fortschrittsgeist beseelt baut der Mensch Eisenbahnen, um Berge, Täler, Flüsse, Schluchten, Seen, Türschwellen, Teppichränder und Möbelstücke zu überwinden. Eine anspruchsvolle Topographie bedarf besonderer Ingenieursleistungen. Der Kreiskehrtunnel ermöglichte die Bezwingung der Alpen. Der Teppichbahner hingegen scheut den bergmännischen Vortrieb durch seine Wohnungseinrichtung und errichtet eine Wendel:


Normale Exemplare bestehen zumeist aus einer hölzernen Spirale, auf der die Gleise verlegt werden. Ich wählte eine andere Bauart, die sich leichter transportieren und verstauen lässt. Außerdem halten auf ihr die Gleise ohne Kleber, Nägel oder Schrauben. Wieder einmal stammen alle Teile aus dem Lasercutter.

Montag, 14. Juli 2014

Hölzerne Fischbauchträgerbrücke

Der Fischbauchträger ist eine Konstruktion, die man bei alten Eisenbahnbrücken häufig antrifft. Die Fahrbahn stützt sich auf einen stählernen Bogen, der alle senkrechten Kräfte an die Widerlager weitergibt. Kräfte in Längsrichtung werden vom Fahrbahnträger aufgenommen. Die Konstruktion ist in sich sehr stabil, da alle Elemente nur auf Zug oder Druck, nicht aber auf Biegung belastet werden.


Auf der Wutachtalbahn sieht man ihn beim Biesenbach- und Wutachviadukt, auf der Strecke Lenzkirch-Bonndorf ist noch das Löffelschmiede-Viadukt erhalten, und auf der Südostbahn gibt es das Sitterviadukt, mit einer Spannweite von 120 m nicht eben klein geraten. So ein Viadukt sollte auch auf der Teppichbahn nicht fehlen.

Montag, 7. Juli 2014

Hölzerne Stahlfachwerkbrücke

Wenn man einen Lasercutter nutzen kann, dann eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten: Filigrane Konstruktionen aus feinstem Flugzeigsperrholz, allerfeinste Gravuren, vielteilige Meisterwerke. Jede noch so kleine Strebe lässt sich nachbilden. Um all das geht es heute nicht.


Stattdessen gibt es eine einfache, robuste Brückenkonstruktion, die zu den letzte Woche vorgestellten Pfeilern passt. Als Material kommt wieder gewöhnliches Birkensperrholz aus dem Baumarkt zum Einsatz.

Montag, 30. Juni 2014

Pfeiler aus Holz


Die Nachfolger meiner Kartonpfeiler baue ich aus Holz. Mit der Laubsäge wäre das ein langwieriges Unterfangen, doch mit dem Lasercutter geht es ganz schnell. Er schneidet nicht nur, sondern kann die Pfeiler im gleichen Arbeitsgang auch beschriften.


Einen Lasercutter zu finden, ist gar nicht so schwer. Sie gehören zur Ausstattung von Fablabs und Hackerspaces. Dort können sie gegen eine geringe Gebühr genutzt werden. Auch die Bedienung ist kein Hexenwerk.

Montag, 23. Juni 2014

Spezielle Pfeiler aus Karton


Mit den letzte Woche vorgestellten Standardpfeilern lassen sich einfache Rampen und Brücken bauen. Heute zeige ich zwei Sonderformen: Die eine ist besonders niedrig, der andere ist zweistöckig und eignet sich zum Bau von Gleiswendeln.


Wie auch letzte Woche bleibt es bei Steckkonstruktionen, die auseinandergenommen und platzsparend gelagert werden können.