Montag, 19. Oktober 2015

Bastelmotor von Faller

In den fünfziger Jahren produzierte die Firma Faller einen langsamlaufenden Bastelmotor, der sich radikal von allen verbreiteten Motoren unterscheidet. Ganz ohne Getriebe erzeugt er eine langsame, gleichmäßige Drehbewegung. Die Frequenz des Stromes ist ihm weitgehend egal, nur Gleichspannung funktioniert nicht. 


Einsatz fand er als Wind- und Wassermühlenantrieb oder als Taktgeber für Läutwerke und Blinklichter. Heute ist dieses nostalgische Stück Technik aber weitgehend vergessen. Ein Grund ist die geringe Lebensdauer, für die nur ein Bauteil verantwortlich ist: eine Membran, die das Drehmoment auf die Motorwelle überträgt. Wie dieser exotische Motor funktioniert und wie er sich instandsetzen lässt, erläutere ich hier.

Montag, 5. Oktober 2015

Gleisplanberechung mit Vektoren

Unzufrieden mit der Option "Gleise automatisch verbinden" bei Wintrack, die sehr selten ein brauchbares Resultat liefert, und genervt vom umständlichen Rechnen mit Sinus und Cosinus ging ich dazu über, Gleisfiguren mit Vektoren zu berechnen. Anstatt jedesmal einzeln die trigonometrischen Funktionen anzusetzen, kann man mit Vektoren nach Schema F rechnen.


Natürlich rechnet man nicht selbst, sondern überlässt das dem Rechner. Eine Tabellenkalkulation liefert für jede Gleisfigur die gewünschten Daten. Zusammen mit den praktischen Längentabellen von bogobit.de findet man schnell alle sinnvollen Kombinationen für den gewünschten Gleisplan heraus.

Montag, 21. September 2015

Analoge Servosteuerung

Schon oft habe ich mir überlegt, ob sich eine Servosteuerung nicht auch analog umsetzen ließe. Ursprünglich wollte ich damit Zeit und Kosten sparen, doch mittlerweile gibt es so günstige Arduinos, dass die analoge Lösung einen Mehraufwand darstellt. Andererseits reizt mich die Herausforderung.


Nach einigen Experimenten habe ich nun eine funktionierende Servosteuerung. Sie ist unkompliziert in der Handhabung und die Servobewegung ist ruckfrei. Lediglich gegen das Zucken der Servos beim Einschalten muss ich noch etwas unternehmen.

Montag, 7. September 2015

Richtungsabhängige Kontaktstrecke, Teil 1

Für Bahnübergänge gibt es keine einfachere und bequemere Steuerung als das Kontaktgleis. Die Lage der Trennstellen muss man sich allerdings gut überlegen. Lässt man die Kontaktstrecke erst kurz vor dem Bahnübergang beginnen, ist der Zug schon da, ehe sich die Schranken vorbildgerecht langsam gesenkt haben. Verlängert man die Kontaktstrecke nun, bleibt der Bahnübergang auch dann noch geschlossen, wenn der Zug schon längst vorbei ist.


Bei Richtungsgleisen lässt man daher die Kontaktstrecke einfach unmittelbar nach dem Bahnübergang enden. Auf eingleisiger Strecke oder im Gleiswechselbetrieb funktioniert das aber nicht. Zeit also für eine kleine Relaisschaltung.

Montag, 24. August 2015

Wie ein Doppelspulenantrieb funktioniert

Für die Wirkungsweise eines Doppelspulenantriebs gibt es viele Erklärungen, die praktischerweise auch dem Laien verständlich scheinen. Unpraktischerweise decken sich nicht alle von ihnen mit der Realität.  Manchmal möchte man die Dinge etwas genauer verstehen und beispielsweise wissen, warum die Weichenantriebe ihre Eigenheiten haben - und welche Abhilfe möglich ist, falls diese sich als unerwünscht herausstellen.


Hier gibt es also ein wenig Physik für die, die Ahnung haben wollen, ohne gleich ein Elektrotechnikstudium zu betreiben:

Samstag, 15. August 2015

Schaltungstricks mit bistabilen Relais

Manchmal hat man nicht das passende Relais zur Hand. Bistabile Relais gibt es in zwei Ausführungen: ein- und zweispulig. Erstere werden auch als polarisiert bezeichnet. Mit den hier gezeigten Schaltungen ist es möglich, ein einspuliges Relais durch ein zweispuliges zu ersetzen und umgekehrt.


Standardtypen, die ich verwende, sind übrigens das AGQ2104H von Panasonic und die AZ850-Familie von Zettler. Wegen des großen Betriebsspannungsbereiches eignen sich vor allem das AZ850P1-12 (einspulig, 9 bis 34,8 Volt) und das AZ850P2-12 (zweispulig, 9 bis 24 Volt) für die Modellbahn.

Samstag, 1. August 2015

Stromstoßschalter selbstgebaut

Letztes Jahr stellte ich hier eine Schaltung vor, mit der ich im Nachhinein sehr unzufrieden bin. Mit nur einem Taster wurde eine Weiche gestellt. Möglich macht dies ein Stromstoßschalter, der bei jeder Betätigung zwischen zwei Zuständen wechselt. Um einen besseren Schutz gegen das Durchbrennen des Weichenantriebs zu verwirklichen, wurde ein neuer Entwurf benötigt.


Für Stromstoßschalter gibt es durchaus noch mehr Anwendungen. Wenn man eine Schaltfunktion von verschiedenen Orten aus auslösen will, erlauben sie eine einfache Verdrahtung. Es sind nur ein Draht und ein Taster zum Ein- und Ausschalten nötig. Mit Relais aus dem Elektronikversand sind sie auch für einen größeren Betriebsspannungsbereich anwendbar als der alte Entwurf auf Basis eines Fahrtrichtungsumschalters von Märklin. Hier stelle ich zwei solcher Stromstoßschalter vor.